Talvenn

Drei Sonnen · ein Kalender · zwei Ufer
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Gelbring Wetterwechsel · Tag 1 von 3
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Lore

Die Überfahrt (Festland - Achais) bei der roten Sonne

Die Überfahrt Kurz: Alle 90 Tage bringen Schiffe Menschen vom Festland nach Achais. Sie legen ab, wenn die rote Sonne aufgeht, und kommen an, während auf der Insel das Glimmen gefeiert wird. Der Handel wird von Achais aus betrieben, nicht vom Festland.

Warum die Schiffe achaisch sind Während der Roten kann auf dem Festland niemand ein Schiff führen. Wer tief gefärbt ist, ist nach wenigen Stunden nicht mehr zurechnungsfähig. Blasse Achaier haben in denselben Tagen Kopfschmerzen und schlafen schlecht — mehr nicht.

Daraus folgt: Nur Achaier können während der Roten arbeiten. Schiffe, Mannschaft und Gewinn liegen auf der Insel. Festländer sind Ladung, nie Besatzung.

Der Ablauf Vor der Roten laufen die Schiffe an der Festlandküste ein. Sie liegen ein bis zwei Tage, laden Wasser und Vorräte und nehmen Menschen auf. Bei Aufgang der roten Sonne legen sie ab. Zu diesem Zeitpunkt ist die Küste leer, weil alle anderen unter der Erde sind.

Vier bis sechs Tage dauert die Überfahrt. Sie entspricht damit genau der Dauer der Roten.

Bei Ankunft ist auf Achais das Glimmen. Die Häfen sind voll, die Stadt feiert, und eine weitere Ladung fällt niemandem auf.

Der Laderaum Ein Schiff, das Festländer durch eine Rote bringt, braucht einen lichtdichten Laderaum. Es ist die einzige Bauart auf Talvenn, die dafür ausgelegt ist: keine Luken nach oben, doppelte Schotten, Belüftung nur über gewinkelte Kanäle. Im Laderaum liegen Ringe in Reihen, wie in einer Ankerhalle. Die Ladung wird angekettet, bevor die Sonne steht. Verschlossen wird von außen, von der Mannschaft.

Wer einen solchen Raum betreiben kann, muss wissen, wie man Menschen durch eine Rote bringt. Dieses Wissen gibt es auf dem Festland nur in einem Berufsstand, die der Schließer. Warum es niemand sieht

Die Rote ist die beste Deckung, die es auf Talvenn gibt. Um ein Ablegen zu bezeugen, müsste man draußen sein. Wer draußen ist, überlebt es nicht oder ist nicht bei Verstand.

Die einzigen Menschen, die in diesen Stunden noch auf den Beinen sind, sind Schließer auf ihrer letzten Runde. Und Bewahrer, die noch nicht unten sitzen. Wer mitfährt

Menschen ohne Ankerzeichen, die in keiner Halle einen Platz haben Verschuldete, die ihren Platz verloren haben

Ganze Hallen, wenn ein Schließer sie fortführt statt sie einzuschließen Vereinzelt Freiwillige, die von einem besseren Ort gehört haben Gesagt wird ihnen in der Regel, es gebe anderswo eine sichere Halle. Das ist nicht ganz gelogen: Auf Achais gibt es tatsächlich keine Rote.

Verluste Nicht alle kommen an. Die üblichen Ursachen sind Ersticken bei schlechter Belüftung, Verletzungen an den Ketten und Wetter — fällt ein Gelbring in die Überfahrt, sind Sturm und Rote gleichzeitig an Bord.

Verluste werden eingerechnet. Auf dem Festland fragt niemand nach, weil dort niemand weiß, dass es eine Überfahrt gibt.

Was zurückgeht Die Schiffe kommen nicht leer zurück. Sie bringen aufs Festland, was dort nicht hergestellt werden kann: geschmiedetes Werkzeug, Glas, Salz, gelegentlich Mittel gegen die Rote. Damit gibt es an der Küste Menschen, die von den Schiffen leben und deshalb nicht fragen, was sie mitnehmen.

Offen Wie viele Schiffe fahren je Rote? Von welchen Küstenorten aus? Wer auf dem Festland weiß Bescheid, und seit wann? Was geschieht mit einer Ladung, die die Stahl-Legion abfängt, bevor die Roten Ketten sie übernehmen?

Geändert 19.08.2026 17:59 von Kathy